Samstag, 12. November 2011
Freitag, 9. September 2011
Hundebesitzer: Vorsicht, bissig!
Während ich noch von einem langbeinigen Mops träume, sind hunderte, was sage ich, tausende von Deutsche, ach, Millionen bereits im Besitz eines kleinen oder großen haarigen Freundes, der sie auf Schritt und Tritt begleitet. Doch beim nötigen Gassigehen überkommt es sie...
In ihren Augen spiegelt sich der pure Hass wider, der Speichel in ihrem Mund scheint sich schon zu schäumen, während sie genüsslich die Zähne fletschen. Die Rede ist hier nicht etwa von einem Vierbeiner der Güte Klasse Kampfhund, sondern von den Hundebesitzern selbst. Denn, wie kann man es bloß wagen, ihr Eigentum anzulächeln, wenn man die ach so putzig zu kurz geratenen Beine bestaunt oder in ein geradezu herziges Gesicht blickt. Also nein, wo leben wir denn hier, zusammenreißen sollte man sich beim Einblick eines Hundes, wenn es nicht das eigene Haustier ist.
Denn wo kämen wir wohl hin, wenn Fremde die pure Freude beim Anblick eines an ihm vorbei laufenden Hundes empfinden?
Heute passierte ich eine Dame. Ihr Hund war eine Hand voll Watte, kurzbeinig, kuschelig und einfach zum Verlieben. Mit einem Lachen im Gesicht streiften meine Augen an dem Hund vorbei, hinauf zu der stolzen Hundebesitzerin... ALARM STUFE ROT! Ihr Blick war eine Mischung aus Arroganz, Abneigung und mir fehlte nur noch der Auftritt eines gewissen Komikers, der kurz durchs Bild huscht und schreit "Eh, was guckst du?!" Liebe Hundebesitzer, warum all dieser Groll? Ist es nichts Schönes, wenn auch andere Gefallen an eurem Tier finden? Vielleicht antworten Sie mir ja... aber bitte nicht gleich beißen.
In ihren Augen spiegelt sich der pure Hass wider, der Speichel in ihrem Mund scheint sich schon zu schäumen, während sie genüsslich die Zähne fletschen. Die Rede ist hier nicht etwa von einem Vierbeiner der Güte Klasse Kampfhund, sondern von den Hundebesitzern selbst. Denn, wie kann man es bloß wagen, ihr Eigentum anzulächeln, wenn man die ach so putzig zu kurz geratenen Beine bestaunt oder in ein geradezu herziges Gesicht blickt. Also nein, wo leben wir denn hier, zusammenreißen sollte man sich beim Einblick eines Hundes, wenn es nicht das eigene Haustier ist.
Denn wo kämen wir wohl hin, wenn Fremde die pure Freude beim Anblick eines an ihm vorbei laufenden Hundes empfinden?
Heute passierte ich eine Dame. Ihr Hund war eine Hand voll Watte, kurzbeinig, kuschelig und einfach zum Verlieben. Mit einem Lachen im Gesicht streiften meine Augen an dem Hund vorbei, hinauf zu der stolzen Hundebesitzerin... ALARM STUFE ROT! Ihr Blick war eine Mischung aus Arroganz, Abneigung und mir fehlte nur noch der Auftritt eines gewissen Komikers, der kurz durchs Bild huscht und schreit "Eh, was guckst du?!" Liebe Hundebesitzer, warum all dieser Groll? Ist es nichts Schönes, wenn auch andere Gefallen an eurem Tier finden? Vielleicht antworten Sie mir ja... aber bitte nicht gleich beißen.
Montag, 8. August 2011
Ein Kiez in Aufruhe!
Da war was los auf dem Kollwitzplatz. Denn die tiefenentspannten Eltern des kleinen Maltes und der gerade zahnenden Leni haben vor ein paar Tagen etwas ganz Tolles entdeckt. Im Bio-Supermarkt ihres Vertrauens stießen sie auf den Ökobluster 2000! Sie konnten ihren verwöhnten Augen kaum trauen, Papa Ralf ließ vor Überwältigung fast seinen Bio-Latte mit Sojamilch fallen. „Schau mal Agathe, da ist er endlich“, rief er vor Entzückung und kniete sich ehrfürchtig vorm Ökobluster 2000 hin. „Ja, Schatz, und das Beste, dank deiner lukrativen Jobs in der Werbung können wir uns den super leisten!“
„Ich weiß eben wie man aus Scheiße Geld macht, Liebchen“, zwinkerte er und gab seiner Angebeteten einen Schmatzer auf die Nase.
So fackelten die Dauerverliebten nicht lange und griffen, trotz Schwabencharakter zu. Gleich zwei von den Blustern mussten es sein, schließlich wollten sie ihre Freunde in der Nachbarschaft mächtig neidisch machen. Wer hat, der hat! Gleich am Morgen darauf machten sie sich auf den Weg zum Kollwitzplatz, um ihren Kauf vorzuführen. Es dauerte ein wenig länger als sonst, da Papa dem kleinen Malte erst noch quer durch das ganze Haus folgen musste. Der junge Mann im zarten Alter von fünf Jahren hatte eben seinen ganz eigenen Kopf und dank der Erziehung seiner Eltern selbstverständlich Entscheidungs- und Meinungsfreiheit. Mit mehreren Stunden Verspätung traf die junge Familie endlich am besagten Platz ein. Auf einer Bank saßen schon ihre relaxten Freunde Torben und Maja. Tief in seiner Nido versunken, bemerkte Torben gar nicht das Eintreffen seiner Freunde. Maja hüpfte jedoch gleich auf vor Aufregung: „Torben, sieh mal, das ist ja der Ökobluster 2000! Das muss ich gleich auf Facebook posten!“
Quietschend vor Glück, griff die junge Frau mit dem Garcon-Schnitt nach ihrem iPhone und führte mehrfach die berühmte Wisch-Bewegung aus, bevor sie die Neuigkeit an all ihre Freunde schickte.
„Mensch Ralf, da hast du aber zugeschlagen. Ich habe schon viel vom Oköbluster 2000 gelesen, aber gesehen hab ich ihn noch nie. So in real live“, schrie Torben begeistert, so laut, dass man ihn in ganz „Prenzlberg“ hätte hören können. „Ich weiß, ist das nicht toll, wir haben gleich zwei von den guten Stücken gekauft“, grinste Ralf und nahm seinen Kumpel zur Seite.
„Wenn du auch einen haben willst, ich habe Connection im Bioladen, vielleicht gibt’s auch ein paar Prozente“
„Alter Falter, schnapp dir eine Bionade, darauf müssen wir anstoßen!“, rief Torben und kniff ihm in die Seite. „Ne, lieber Club Mate!“, schritt Ralf ein und griff in seinen verwaschenen Jute-Beutel. „Ah-Ah“, ermahnte ihn seine Liebste, „Du wirst doch nicht etwa rauchen wollen!“
„Doch nur die ohne Konservierungsstoffe, Schatz!“, zwinkerte er ihr zu.
„Ok, dann drehe mir auch eine mit“, lächelte sie.
Doch die Feierstimmung wurde getrübt, da die zahnende Leni mit der kleinen Lea-Isabella um die Wette schrie. „Schnapp deine Sachen Torben, Lea-Isabella möchte Heim!“, rief Torbens Freundin und packte schon mal die mitgebrachten Bio-Dinkel-Croissants ein. „Schade, aber lasst uns das mit den Ökoblustern 2000 noch mal nachholen und uns mal die Tage auf einen Tee am Maybachufer treffen, ok?“, waren Ralfs letzte Worte, als er sich hastig umdrehen musste, da der kleine Malte wieder beherzt die Führung übernahm….
„Ich weiß eben wie man aus Scheiße Geld macht, Liebchen“, zwinkerte er und gab seiner Angebeteten einen Schmatzer auf die Nase.
So fackelten die Dauerverliebten nicht lange und griffen, trotz Schwabencharakter zu. Gleich zwei von den Blustern mussten es sein, schließlich wollten sie ihre Freunde in der Nachbarschaft mächtig neidisch machen. Wer hat, der hat! Gleich am Morgen darauf machten sie sich auf den Weg zum Kollwitzplatz, um ihren Kauf vorzuführen. Es dauerte ein wenig länger als sonst, da Papa dem kleinen Malte erst noch quer durch das ganze Haus folgen musste. Der junge Mann im zarten Alter von fünf Jahren hatte eben seinen ganz eigenen Kopf und dank der Erziehung seiner Eltern selbstverständlich Entscheidungs- und Meinungsfreiheit. Mit mehreren Stunden Verspätung traf die junge Familie endlich am besagten Platz ein. Auf einer Bank saßen schon ihre relaxten Freunde Torben und Maja. Tief in seiner Nido versunken, bemerkte Torben gar nicht das Eintreffen seiner Freunde. Maja hüpfte jedoch gleich auf vor Aufregung: „Torben, sieh mal, das ist ja der Ökobluster 2000! Das muss ich gleich auf Facebook posten!“
Quietschend vor Glück, griff die junge Frau mit dem Garcon-Schnitt nach ihrem iPhone und führte mehrfach die berühmte Wisch-Bewegung aus, bevor sie die Neuigkeit an all ihre Freunde schickte.
„Mensch Ralf, da hast du aber zugeschlagen. Ich habe schon viel vom Oköbluster 2000 gelesen, aber gesehen hab ich ihn noch nie. So in real live“, schrie Torben begeistert, so laut, dass man ihn in ganz „Prenzlberg“ hätte hören können. „Ich weiß, ist das nicht toll, wir haben gleich zwei von den guten Stücken gekauft“, grinste Ralf und nahm seinen Kumpel zur Seite.
„Wenn du auch einen haben willst, ich habe Connection im Bioladen, vielleicht gibt’s auch ein paar Prozente“
„Alter Falter, schnapp dir eine Bionade, darauf müssen wir anstoßen!“, rief Torben und kniff ihm in die Seite. „Ne, lieber Club Mate!“, schritt Ralf ein und griff in seinen verwaschenen Jute-Beutel. „Ah-Ah“, ermahnte ihn seine Liebste, „Du wirst doch nicht etwa rauchen wollen!“
„Doch nur die ohne Konservierungsstoffe, Schatz!“, zwinkerte er ihr zu.
„Ok, dann drehe mir auch eine mit“, lächelte sie.
Doch die Feierstimmung wurde getrübt, da die zahnende Leni mit der kleinen Lea-Isabella um die Wette schrie. „Schnapp deine Sachen Torben, Lea-Isabella möchte Heim!“, rief Torbens Freundin und packte schon mal die mitgebrachten Bio-Dinkel-Croissants ein. „Schade, aber lasst uns das mit den Ökoblustern 2000 noch mal nachholen und uns mal die Tage auf einen Tee am Maybachufer treffen, ok?“, waren Ralfs letzte Worte, als er sich hastig umdrehen musste, da der kleine Malte wieder beherzt die Führung übernahm….
Samstag, 16. Juli 2011
Berlin, the place to be
Berlin - die Stadt der Städte! Hier tummeln sich Hauptstadtrocker und Gören, Touris und Zugezogene. Jeder will hier her, die frische Stadtluft schnuppern und sich vom bunten Potpourri der Nationalitäten mitreißen lassen. Den richtigen Multi-Kulti-Flair genießt man am Maybachufer. Hier treffen sich Lorenzo, Laura, Romina, Julien und Co. um gepflegte Musik zu spielen und den Sonnenuntergang herbeizurufen.
Denn sobald der gelbe Ball am Himmel verschwunden ist, geht die Party erst richtig los. Dann trifft man sich im Zugezogenen-Jargon genannten "Kreuzkölln", the place to be. Obwohl - mit Bongos, Bierflaschen und den lieben WG-Bewohnern ist es doch an jedem Ort in Berlin am schönsten.
Als die lieben Studenten oder Suchenden, Künstler und selbsternannte Designer, Tagträumer und Vollzeitblogger, noch bei Mami und Papi im gepflegten Stuttgart saßen und dort Löcher in den blauen Himmel starrten, kam ihnen die Idee die "In-Bezirke" unsicher zu machen. Wo sollte man sich schließlich besser selbst verwirklichen können, als in Berlin? Doch Bezirke wie Grunewald und Charlottenburg, die ihrem Ort der Aufzucht entsprachen, haben die Süßen nie gereizt. Es musste etwas dreckiges sein, etwas mit Hinterhofflair - eben das East-London von Berlin. So entschlossen sich Gustav, Nele und Co. nach Neukölln zu ziehen. Dort leben sie nun in ihrer ganz eigenen Welt, abgeschirmt von dem "Gesindel", das sich um sie herum tummelt. Anpassen? Fehlanzeige. Warum auch, schließlich wurde ihnen doch stets gelehrt sie seien etwas besseres und man könnte einem seltsamen Ur-Neuköllner am Briefkasten begegnet. Mon Dieu.
Den Trend zum pulsierenden Berlin haben sich Hostels zu Gute gemacht und begeistern die Anwohner mit immer mehr Unterkünften, die den Kiez um einiges bereichern. Dort zieht es dann wiederum nicht Leni, Nele und Co. hin, sondern George, Jason und Ron (in diesem Fall keine Boys aus Marzahn oder Hellersdorf, sondern England), die es sich in den Wohnungen auf Zeit so richtig gemütlich machen.
Doch es muss auch nicht immer diese Art von Unterkunft sein, schließlich gibt es genug von pfiffigen Anwohnern, die ihre teure Altbauwohnung kurzerhand an dieses fröhliche Volk untervermieten. So erfreuen Jason und Konsorten die Nachbarn mit nächtlichen Unterhaltungen im Hof und ausschweifenden Partys mit jungen Girls aus der Nachbarschaft.
Ach, Berlin, mon amour, is it love?
Donnerstag, 14. Juli 2011
Peinlich, die neue Spezies Mensch
Schon mal einem Menschen der Gattung "Peinlich" begegnet? Man erkennt sie nicht gleich auf den ersten Blick. Sie verstecken sich hinter einer strahlenden Fassade, die den Mitmenschen ein freundliches Wesen signalisiert. Doch das dieser erste Eindruck nur ein Irrtum ist, bemerkt man oftmals zu spät. Es überrumpelt einen, wie Regenschauer im Sommer, wie ein bedrohlich klingendes Gewitter auf dem Feldweg oder ein niedlich aussehender, plötzlich knurrender Hund. Man könnte diese Spezies auch als Wölfe im Schafspelz bezeichnen. Sie nehmen sich alles was sie kriegen können, ohne Rücksicht auf Verluste. Echte Freunde kennen sie nicht, schließlich lieben sie nur sich selbst und das reicht doch ungemein, nicht wahr? Für in die Tiefe gehende Konversationen bedarf es doch lediglich das eigene Spiegelbild. Das lacht doch auch so schön mit, besonders über die eigenen Witze. Spieglein, Spieglein, an der Wand... ihr seid wirklich die peinlichsten Geschöpfe in diesem Land.Eigentlich könnte der Eintrag nach diesem Satz schon Enden, doch ich komme gerade erst in Fahrt. Wenn ihr erst das wahre Gesicht der Peinlichkeit erblickt habt, hütet euch davor, sie als Feind zu haben. Sie wissen nämlich, an welchen Knöpfen sie drehen müssen, um euch aus der Reserve zu locken, bloßzustellen vor anderen.
Licht aus, Spot an, die Peinlichkeit steht auf der Bühne und feiert mal wieder das, was sie am liebsten mag, sich selbst. Angestoßen wird mit Sekt von Papis Sohn, BWLer oder irgendwas, was man "so gerade" studiert, solange man kein Hipster ist und in die Designer-Schiene abdriftet. Bringt der Sohnemann nichts wird er von der Peinlichkeit einfach kurzerhand ausgetauscht, gegen ein anderes Schweizer Bankkonto oder einem Haus in St. Tropez. Eure Peinlichkeit weiß sich schließlich königlich zu betten.
Denn das hat sie mit Papis Sohn gemeinsam, geleistet hat sie in ihrem Leben nicht viel, außer ein Bild um sich zu kreieren, was ihr Umfeld blendet, sie besser darstellen lässt, als sie wirklich ist. Wie gerne würde man sich da im
Schein sonnen, nicht wahr? Oh Peinlichkeit, lasset Ruhm auf uns Trottel herab regnen. Wir, die Ehrlichkeit und menschliche Charakterzüge vorweisen können, haben in dieser Welt doch eh nichts verloren. Peinlichkeit ist der Diktator, setzt die Regeln, nachdem man zu spielen hat. Sonst droht Klappe zu, Affe tot.
Donnerstag, 23. Juni 2011
Und, wie war ich?
Mathe mangelhaft, Englisch gut, Biologie ausreichend - das Elend Namens Noten begann schon zu Schulzeiten. Selbst unser vorlautes Mundwerk oder das Herumalbern im Deutschunterricht floss in die meist nicht wirklich objektive Bewertung der ach so geliebten Lehrer mit ein. Das Leben gleicht einer Casting-Show, egal ob im Job oder Privatleben, beim Vorstellungsgespräch oder ersten Date, irgendwann drückt einer von beiden auf den Buzzer oder zückt eine Karte, auf dem von 1 bis 10 die "Like"-Rate angezeigt wird. Und so ist es auch kaum verwunderlich, dass sich diverse Bewertungsforen in der wunderbaren weiten Welt des www großer Beliebtheit erfreuen.
Der Arzt war zu grob, die Sprechstundenhilfe zu miesepeterich? Kein Problem, ein Klick genügt und man kann seiner Meinung kundtun. Manchmal kommt es dabei sogar zu mehr oder minder lustigen Auseinandersetzungen unter Usern oder dem Arzt beziehungsweise des Edelitalieners mit der garstigen Bedienung selbst. Doch man selbst musste auch lernen Kritik einzustecken, warum nicht also auch die anderen? Die Freundin war heute mäßig aktiv (Note 4), der Becker von Nebenan ist die reinste Abzocke (glatte 6) und die Bar, ein echter Insider-Tipp, entpuppte sich als Location für Alleingebliebene Vollidioten (5-, die Drinks waren immerhin gut und davon gab es an dem Abend nicht wenig). Doch während man im wahren Leben eher vor der Ehrlichkeit zurück schreckt, treibt man es im Netz umso bunter. Den eigenen Namen als Pseudonym wählen? Gott bewahre, unter Dr. Wilde oder Bine1805 macht es doch doppelt so viel Spaß.
Unerkannt das machen, was sonst nicht ohne Schläge kassieren einhergeht, nämlich hemmungslos rumpöbeln. Rauslassen, was einem auf der Seele brennt, abkotzen, als ob es kein Morgen gäbe. Unter die Gürtellinie kloppen? Durchaus erwünscht! Auf den Äußerungen anderer rumreiten? Spaß pur. Sich die Maske beim grande Finale der Boshaft abnehmen? Niemals!
Öh, die Bar da drüben sieht aber ranzig aus, schreib ich doch gleich eine Rezension darüber. In diesem Künstlerschuppen da in der Nebenstraße bin ich zwar noch nie gewesen, aber die Leute, die davor sitzen, sehen immer so was von affig aus. Ich rezensiere es.
Doch nicht nur Menschen, Bars und Ärzte fallen unserem harten Urteil zum Opfer, sondern auch Pflegeprodukte und dekorative Kosmetik. Das Shampoo bereitete mir statt schönen Glanz einen Fettfilm am Haaransatz, das muss ich gleich der Community mitteilen und meine Sterne abgeben. Obwohl Daggy1990 auf das Shampoo schwört und Glorywory meine Kritik an dem Shampoo verstehen kann, bleibe ich bei meiner Meinung.
Objektivität? Fehlanzeige! Und schon sind wir wieder in der Schulzeit angelangt und kein Stück besser als die Kunstlehrerin, die die Kreativität mit einem Ausfall ehrte und Herrn - wie hieß der noch gleich - der einem trotz guter Leistung immer eine Note schlechter als verdient aufdrückte.
So und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch den Beitrag von ThaWHO im Nachrichtenportal kommentieren und der Bar von letztens einen von sechs Sternen für ihre Gastfreundlichkeit verleihen...
Der Arzt war zu grob, die Sprechstundenhilfe zu miesepeterich? Kein Problem, ein Klick genügt und man kann seiner Meinung kundtun. Manchmal kommt es dabei sogar zu mehr oder minder lustigen Auseinandersetzungen unter Usern oder dem Arzt beziehungsweise des Edelitalieners mit der garstigen Bedienung selbst. Doch man selbst musste auch lernen Kritik einzustecken, warum nicht also auch die anderen? Die Freundin war heute mäßig aktiv (Note 4), der Becker von Nebenan ist die reinste Abzocke (glatte 6) und die Bar, ein echter Insider-Tipp, entpuppte sich als Location für Alleingebliebene Vollidioten (5-, die Drinks waren immerhin gut und davon gab es an dem Abend nicht wenig). Doch während man im wahren Leben eher vor der Ehrlichkeit zurück schreckt, treibt man es im Netz umso bunter. Den eigenen Namen als Pseudonym wählen? Gott bewahre, unter Dr. Wilde oder Bine1805 macht es doch doppelt so viel Spaß.
Unerkannt das machen, was sonst nicht ohne Schläge kassieren einhergeht, nämlich hemmungslos rumpöbeln. Rauslassen, was einem auf der Seele brennt, abkotzen, als ob es kein Morgen gäbe. Unter die Gürtellinie kloppen? Durchaus erwünscht! Auf den Äußerungen anderer rumreiten? Spaß pur. Sich die Maske beim grande Finale der Boshaft abnehmen? Niemals!
Öh, die Bar da drüben sieht aber ranzig aus, schreib ich doch gleich eine Rezension darüber. In diesem Künstlerschuppen da in der Nebenstraße bin ich zwar noch nie gewesen, aber die Leute, die davor sitzen, sehen immer so was von affig aus. Ich rezensiere es.
Doch nicht nur Menschen, Bars und Ärzte fallen unserem harten Urteil zum Opfer, sondern auch Pflegeprodukte und dekorative Kosmetik. Das Shampoo bereitete mir statt schönen Glanz einen Fettfilm am Haaransatz, das muss ich gleich der Community mitteilen und meine Sterne abgeben. Obwohl Daggy1990 auf das Shampoo schwört und Glorywory meine Kritik an dem Shampoo verstehen kann, bleibe ich bei meiner Meinung.
Objektivität? Fehlanzeige! Und schon sind wir wieder in der Schulzeit angelangt und kein Stück besser als die Kunstlehrerin, die die Kreativität mit einem Ausfall ehrte und Herrn - wie hieß der noch gleich - der einem trotz guter Leistung immer eine Note schlechter als verdient aufdrückte.
So und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch den Beitrag von ThaWHO im Nachrichtenportal kommentieren und der Bar von letztens einen von sechs Sternen für ihre Gastfreundlichkeit verleihen...
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